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Studie „Club Convergence in Innovation Activity - Evidence from the US” erscheint in der Fachzeitschrift „Papers in Regional Science”

Wie entwickelt sich die Innovationskraft der US-Bundesstaaten im Zeitverlauf? In ihrer neuen Forschungsarbeit untersucht Juniorprofessorin Linda Glawe die Innovationsentwicklung in 48 US-Bundesstaaten von 1992 bis 2020 - und zeigt, dass die Unterschiede im Innovationsniveau kontinuierlich zunehmen. Statt auf eine einheitliche Entwicklung hinzuweisen, bilden sich mehrere Innovationscluster heraus, die sich langfristig immer stärker voneinander entfernen. Die Studie nutzt verschiedene Indikatoren - darunter Patente, F&E-Ausgaben, wissenschaftliche Publikationen und eine neu aufgebaute Datenbank zur Dichte von „Unicorns“ - und liefert damit ein umfassendes Bild der Innovationslandschaft in den USA. Auffällig ist ein klares geografisches Muster: Staaten an der Pazifikküste und im Nordosten zählen überwiegend zur Spitzengruppe, während viele andere Regionen zurückfallen. Für die Zugehörigkeit zu einem Hoch- oder Niedrig-Innovationspfad erweist sich laut Studie vor allem Korruption als entscheidender Faktor. Zwar spielen auch Bildung und Wirtschaftsstruktur eine Rolle, doch das Ausmaß an Korruption beeinflusst am stärksten, ob ein Bundesstaat langfristig innovativ bleibt oder zurückfällt. Diese Erkenntnis ist besonders relevant, da die USA in internationalen Korruptionsrankings zuletzt verschlechterte Werte aufweisen. Die Ergebnisse haben wichtige Implikationen für die regionale Entwicklung: Wachsende Innovationsunterschiede können wirtschaftliche Ungleichheiten weiter verstärken und politische Spannungen verschärfen. Um ihre Position unter den führenden Innovationsnationen zu sichern, sollten die USA das Potenzial bislang schwächerer Staaten gezielt fördern - und vor allem Korruption wirksamer eindämmen.

Link zum Artikel: https://doi.org/10.1016/j.pirs.2025.100127

Studie „Nonlinearities in the institutions-growth relationship in a dynamic panel data framework: Evidence from China’s provinces” erscheint in der Fachzeitschrift „China Economic Review”

Gute Institutionen sind entscheidend für langfristiges Wirtschaftswachstum. In ihrer neuen Forschungsarbeit zeigt Juniorprofessorin Linda Glawe jedoch, dass der Zusammenhang zwischen Institutionen und Wachstum komplex und nicht immer linear ist. Am Beispiel Chinas untersucht sie, wie unterschiedliche Provinzen auf institutionelle Verbesserungen reagieren. Ihre Ergebnisse zeigen: Bei sehr niedrigem institutionellem Ausgangsniveau können Reformen das Wachstum zunächst bremsen, bevor ab einem bestimmten Schwellenwert positive Effekte eintreten. Nach einem zweiten Schwellenwert nehmen die zusätzlichen Wachstumsgewinne wieder ab. In dem Artikel werden diese empirischen Resultate im Kontext verschiedener chinesischer institutioneller Reformen der letzten Jahrzehnte diskutiert.

Da die chinesischen Wirtschaftsstatistiken teilweise in ihrer Verlässlichkeit kritisiert werden, prüft die Studie die Ergebnisse zusätzlich anhand alternativer Messungen der wirtschaftlichen Aktivität, etwa satellitenbasierter Daten zur nächtlichen Lichtintensität. Es ist die erste Studie, die im Kontext komplexerer Nichtlinearitäten in der Institutionen-Wachstums-Beziehung Endogenitätsprobleme berücksichtigt und den Zusammenhang zwischen Institutionen und Wachstum anhand von Satellitendaten untersucht. Die Forschungsresultate liefern wichtige Hinweise für China und andere Entwicklungsländer, die ihr Wachstum durch institutionelle Reformen fördern möchten. Link zum Artikel: https://doi.org/10.1016/j.chieco.2025.102583

Science@Sail 2025

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Während der HanseSail 2025 nahm Frau JProf. Glawe auf Einladung der Rektorin im Rahmen der Science@Sail an einer Ausfahrt mit dem Forschungsschiff der Universität „Limanda“ teil.