Forschungsschwerpunkte des Instituts für Volkswirtschaftslehre

1. Demografischer Wandel und Nachhaltigkeit

Der Demografische Wandel, ausgelöst durch gesunkene Fertilität und zunehmende Langlebigkeit, äußert sich gesamtgesellschaftlich einer Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung. Das Institut für VWL beschäftigt sich - in enger Zusammenarbeit mit Demografen und Soziologen - seit einigen Jahren intensiv mit diesem Phänomen. Dabei geht es zu einen um Fragen, die mit der Alterung des Arbeitskräftepotenzials verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklungen und insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, die Wissensproduktion und die Nachhaltigkeit der Alterssicherung sowie Finanzierungsinstrumente der Alterssicherung. Auf der anderen Seite sind aber auch Infrastrukturplanung und die Versorgung mit Dienstleistungen für eine schrumpfende und alternde Bevölkerung von Interesse,

Auch der traditionelle Bereich der ökonomisch-ökologischen Nachhaltigkeitsforschung ist vertreten. Verschiedene Mitglieder des Instituts publizieren in den Bereichen der Umwelt- und Ressourcenökonomik.

2. Verhaltensökonomische Grundlagen ökonomischer Modellierung

Die Modelle der Ökonomie basieren zumeist auf der Annahme rational handelnder Agenten. Rational bedeutet dabei, dass zur Verfügung stehende Informationen optimal genutzt und Entscheidungen in bestmöglicher Weise getroffen werden. Doch wie lassen sich Abweichungen von der angenommenen Optimalität sinnvoll erfassen und modellieren? Und wie können Modelle, die auf empirisch falschen Annahmen beruhen, sinnvolle Aussagen über die Welt ermöglichen? Mit diesen und ähnlichen Fragen im Bereich der Verhaltens- und Spieltheorie sowie ihrer Anwendungen bzw. der (Wissenschafts-)Theorie der VWL beschäftigen sich die Mitglieder des Lehrstuhls Mikroökonomie.

3. Regionalwirtschaft bzw. kleine und mittlere Unternehmen

Das Institut für VWL beschäftigt sich auch mit Fragen, die einen ausgeprägten regionalen Bezug haben, wobei die besondere Situation des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit seiner durch überdurchschnittlich viele kleine und mittlere Unternehmen geprägten Wirtschaftsstruktur eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen z.B. die Forschung zur Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen, zum Standortwettbewerb um knappes Sach- und Humankapital, insbesondere in peripheren Regionen, und natürlich auch zum demografischen Wandel und seinen Konsequenzen für Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland, in dem die Bevölkerung besonders schnell altert und schrumpft.

Weitere Forschungsthemen

Neben diesen drei Schwerpunkten werden auch weitere Bereiche volkswirtschaftlicher Forschung abgedeckt, etwa die mikroökonomischen Theorie der Finanzmärkte, die Ordnungspolitik sowie die Geschichte der ökonomischen Theorie.